Lars Mlekusch

Lars Mlekusch (*1978 in Baden/Schweiz) ist ein international vielbeachteter Saxophonist, der sich insbesondere als leidenschaftlicher Verfechter zeitgenössischer Musik wie auch als weltweit gefragter Pädagoge einen herausragenden Namen gemacht hat. Er war von 2000 bis 2010 regelmässiger Gastmusiker des Klangforum Wien und seit 2010 Mitglied des Solistenensembles PHACE. Daneben spezialisierte er sich auf live-elektronische Aufführungen mit dem Duo Saxophonic und räumt auch vermehrt der Improvisation einen wichtigen Platz ein. Er hat zahlreiche für ihn geschriebene Solowerke und Konzerte uraufgeführt. Konzertreisen führten ihn an renommierte Festivals in Europa (z.B. Donaueschinger Musiktage, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, Berliner Festspiele, Salzburger Festspiele, Festival d’Automne Paris, Wien Modern), Asien, Neuseeland und in die USA.
Lars Mlekusch studierte Saxophon an der Hochschule für Musik Basel ( Marcus Weiss) und an bei der Northwestern University Chicago (Frederick L. Hemke).
Er wirkte bis 2007 als Assistent an der Hochschule für Musik Basel und ist seit 2005 Professor für Saxophon und Kammermusik an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Ab Februar 2015 leitet er auch die Saxophonklasse an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).
Daneben wird er regelmäßig an renommierte Ausbildungsstätten für Musik als Gastdozent eingeladen (so am CNSMD Paris, Conservatorium van Amsterdam, Royal College of Music Stockholm, Royal College of Music London, Northwestern University Chicago, Conservatorio Superior Madrid, Conservatoire de Strasbourg, Conservatorio Santa Cecilia Roma, Musikhochschule Luzern, Haute Ecole de Musique Lausanne, Conservatorio G. Verdi Milano, Hochschule für Musik Köln u.v.a.) und unterrichtet bei internationalen Meisterkursen (z.B. European Saxophone University Gap). Gefragt ist er auch als Juror nationaler und internationaler Wettbewerbe (Int. Adolphe Sax Competition Dinant 2014, Int. Jean-Marie Londeix Saxophone Competition Bangkok 2011 und Int. Saxophone Competition Nova Gorica 2011, Deutscher Musikwettbewerb 2012 u.a. ).
Bei Emilio Pomárico in Mailand holte er sich wichtige Impulse für seine Dirigiertätigkeit unter anderem mit dem Vienna Saxophonic Orchestra, dessen künstlerischer Leiter und Dirigent er seit 2009 ist.
2006 wurde bei ihm Fokale Dystonie („Musikerkrampf“) in der rechten Hand und 2011 eine Ansatz-Dystonie diagnostiziert. Trotz Dystonie ist er als Saxophonist sowohl solistisch wie auch in Ensembles weiterhin sehr aktiv.